Gesundheit & Soziales

Geduld am Ende: ver.di will die dramatische Überlastung in den …

Geduld am Ende: ver.di will die dramatische Überlastung in den Krankenhäusern per Tarifvertrag auflösen

ver.di hat die Klinken Helios Stralsund und Sana Wismar zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag Entlastung aufgefordert

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di will die dringliche Personalnot und permanente Überlastung in den Krankenhäusern zum Gegenstand einer tarifpolitischen Auseinandersetzung machen. Deshalb hat die Gewerkschaft die Kliniken Helios Stralsund und Sana Wismar am 25.07.2017 zu Verhandlungen für einen Tarifvertrag Entlastung und Gesundheitsschutz im Krankenhaus aufgefordert.

„Unsere Geduld ist am Ende. Die extreme Arbeitsbelastung in den Krankenhäusern, vor allem in der Pflege, ist nicht mehr zu akzeptieren. Die Politik und die Krankenhausbetreiber sind für gute Arbeitsbedingungen und eine gute Gesundheitsversorgung verantwortlich. Arbeit im Krankenhaus darf nicht krank machen. Wir brauchen dringend Mindestbesetzungsvorgaben und ein hartes Konsequenzen-Management, wenn diese nicht eingehalten werden. Pflegebeschäftigte brauchen endlich wieder stabile Dienstpläne und planbare Freizeiten. Mit den Tarifforderungen kommen wir ins konkrete Handeln und verlassen den Raum der besorgten Appelle“, sagte Steffen Kühhirt, Verhandlungsführer und verantwortlich für Gesundheits- und Sozialpolitik bei ver.di Nord.

Die Aufforderung zu Tarifverhandlungen sind eingebettet in die bundesweite Bewegung der Gewerkschaft ver.di für mehr Personal und Entlastung im Krankenhaus. Bundesweit fehlen 162.000 Stellen, 70.000 allein in der Pflege. 64 % der Pflegekräfte müssen nachts allein durchschnittlich 26 Patient/innen pflegen und versorgen. Die Arbeitgeber haben die Verantwortung für gute Arbeitsbedingungen, die durch entsprechende Tarifverträge zu regeln sind. Der Gesetzgeber hat die Verantwortung für eine gute Gesundheitsversorgung mit einer vorgeschriebenen Personalausstattung und einer ausreichenden, zweckgebundenen Finanzierung.

ver.di erwartet die zügige Aufnahme von Tarifverhandlungen. „Die Geduld und die Kraft der Beschäftigten in den Kliniken ist restlos aufgebraucht. Wir erwarten jetzt ein Signal der Arbeitgeber“, so Steffen Kühhirt.

Kontakt und weitere Informationen: Steffen Kühhirt, 0170 / 5 74 97 19