Gesundheit & Soziales

ver.di fordert Stärkung und Erhalt des Kreiskrankenhauses Standort …

ver.di fordert Stärkung und Erhalt des Kreiskrankenhauses Standort Wolgast

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft - ver.di fordert den Erhalt und eine Stärkung der öffentlichen Krankenhausstruktur in Mecklenburg-Vorpommern. Vor dem Hintergrund, dass private Anbieter bereits schon mehr als 50 % aller Krankenhäuser im Land betreiben, muss die Landespolitik kommunale Krankenhäuser stärken. Das gilt vor allem für die Versorgungsstruktur im ländlichen Raum.

Für das Kreiskrankenhaus Wolgast fordert ver.di keine Auslagerung von Bereichen an private Anbieter. In diesem Sinne kritisiert ver.di, die Bereiche Frauenheilkunde, Geburtshilfe und die Kinderklinik zu AMEOS Anklam zu vergeben. „Die verbliebenen öffentlichen Häuser im Land müssen gestärkt werden – das muss eine vordringliche Aufgabe sein. Wenn jetzt Bereiche vom Kreiskrankenhaus Wolgast zu AMEOS nach Anklam vergeben werden, dann ist das genau das Gegenteil“, sagt Steffen Kühhirt, Fachbereichsleiter für Gesund- heitspolitik bei ver.di Nord.

Auch aus gewerkschaftlicher Sichtweise ist eine Vergabe an AMEOS problematisch. AMEOS wendet keine Tarifverträge an und versucht immer wieder die betriebliche Mitbestimmung zu unterlaufen. „Arbeitgeber, die keine Tarifverträge anwenden, sollten nicht noch durch politische Entscheidungen aufgewertet werden“, so Kühhirt weiter.

Tarifverhandlungen zeitnah abschließen

Die Gewerkschaft ver.di hat dem Arbeitgeber des Kreiskrankenhaus Wolgast ein Angebot zur Zukunftssicherung per Tarifvertrag unterbreitet. Ausgliederungen sind jedoch nicht verhandelbar. Die Beschäftigten und ihre Gewerkschaft ver.di sind dennoch bereit, ihren Teil zum Erhalt des Standortes Wolgast zu leisten. „Die Beschäftigten und die Gewerkschaft können im Gegenzug aber erwarten, dass nun ein tragfähiges Zukunftskonzept des Arbeitgebers auf den Tisch kommt und der Standort Wolgast erhalten bleibt“, so Kühhirt.