Gesundheit & Soziales

Aufwertung des Pädagogischen Dienstes auch bei der Nordkirche!

Aufwertung des Pädagogischen Dienstes auch bei der Nordkirche!

Die Tinte unter dem Entgelttarifvertrag des Kirchlichen Arbeitnehmerinnen Tarifvertrags KAT war kaum trocken, da galt es, die von ver.di Kolleg*inn*en erstreikte Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes für den Bereich des Kirchlichen Arbeitnehmerinnen Tarifvertrag KAT nachzuholen.
 
Nach mehreren, teils sehr kontrovers geführten, Verhandlungsrunden konnten sich die Tarifparteien jetzt doch auf ein Ergebnis einigen, das finanziell sehr interessant, in der Systematik aber sehr kompliziert ist. Der Arbeitgeberverband VKDA war trotz aller Verhandlungskünste nicht bereit, eine eigene Tabelle zu verhandeln, sondern blieb beim Prinzip der Zulagen. Zwar werden auch die Zulagen dynamisch mit jeder Entgeltsteigerung angehoben, aber es sind eben Zulagen und als solche leichter kündbar und kompliziert. Das nachzuvollziehen bedarf höchster Konzentration und einiger Übung, jedenfalls zu Beginn.
Finanziell jedoch landet man jetzt in der Abteilung 3 des KAT bis auf ganz wenige Ausnahmen endlich auch in den Endstufen auf oder sogar leicht über dem Niveau des TVÖD/ AVH. Das wäre ohne die diplomatische, konstruktive, kompetente manchmal auch kreative Verhandlungstechnik der Verhandlungskommission nicht gelungen, dafür ein großes Dankeschön!
 
Unter dem Vorhalt, dass die Gremien noch zustimmen müssen lautet das etwas komplizierte Ergebnis:
Zum 1.4.17 erhalten die K 4 und K 5 sowie die K 7 – K 11  50 € mehr pro Monat, zum 1.7.17 erhalten die K 7 – K 11 erneut 50 € on top. (In Hamburg ist der Zeitpunkt des Inkrafttretens bereits der 1.1.17. Weitere Hamburgensie: Man steigt hier gleich in der Stufe 2 der Entgeltgruppe ein und erhält nach 18 Jahren Beschäftigungszeit 3% als quasi Stufe 6 dazu).
Darüber hinaus bekommen die Beschäftigten, die als Kindertagesstättenleitung bzw. Heilpädagogin eingruppiert sind, nach 18 Jahren Erfahrungszeit eine monatliche Zulage von z.Zt.  176,- Euro, als quasi 6. Stufe.
Die endgültigen und ganz genauen Zulagen, Protokollnotizen, Voraussetzungen und Rahmenbedingungen werden wir nach Abschluss des Tarifvertrags gesondert mitteilen. Auch soll ein „Beipackzettel“ erstellt werden, der das Nachvollziehen erleichter.
 
Für die nächste Runde, in der dann die anderen Berufsgruppen im Sozialdienst angehoben werden sollen, braucht die Tarifkommission die Unterstützung derer um die es geht! Deshalb auch an dieser Stelle: nicht meckern, sondern mitmachen! Es geht um eure Arbeitsbedingungen!