Gesundheit & Soziales

ver.di fordert Klarheit und Perspektive für Patienten und Beschäftigte
Kindermedizin …

ver.di fordert Klarheit und Perspektive für Patienten und Beschäftigte
Kindermedizin darf nicht zum Spielball werden

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di fordert für die Beschäftigten und die Patienten des Kreiskrankenhauses Wolgast endlich Klarheit und eine Perspektive. Nach der Schließung von Gynäkologie und Geburtshilfe sorgt die beabsichtigte Schließung der Pädiatrie für neuen Ärger. Die geplante Schließung der Pädiatrie soll ohne adäquate Alternative vorgenommen werden, denn die Pädiatrie in Anklam ist derzeit nicht arbeitsfähig und die betroffenen Patienten sind ohne medizinische Versorgung.
„Es ist schier unerträglich, dass die Notfallversorgung für Kinder aus rein ökonomischen Entscheidungen auf der Strecke bleiben soll. Das Struktur-Chaos um die Zukunft des Kreiskrankenhauses muss dringend aufhören. Wir fordern die beteiligten Verantwortlichen ernsthaft auf, ihre Entscheidungen zu überdenken. Im Jahr 2015 gab es circa 4.500 Notfälle in der Kindermedizin Wolgast, wir fragen uns wie das ab dem 1.2.2016 aufgefangen werden soll? Anklam ist zur medizinischen Versorgung nicht in der Lage und Greifswald hat die Kapazitäten nicht. Das medizinische Kinderwohl darf nicht zum Spielball rein betriebswirtschaftlich motivierter Umstrukturierungen werden.“ sagt Steffen Kühhirt, zuständig für Gesundheitspolitik bei ver.di in Mecklenburg- Vorpommern.
Die Beschäftigten des Kreiskrankenhauses haben ihren Beitrag geleistet und im Rahmen der Tarifverhandlungen zur Zukunftssicherung ihren Anteil beigetragen. „Jetzt muss die Geschäftsführung für ein zukunftsfähiges Konzept sorgen, dass vor allem die medizinische Versorgung der Region absichert und den Krankenhausstandort langfristig erhält.“ so Kühhirt weiter.