Gesundheit & Soziales

Streik am Kreiskrankenhaus Demmin führt zu erheblichen Beeinträchtigungen …

Streik am Kreiskrankenhaus Demmin führt zu erheblichen Beeinträchtigungen bei der Patientenversorgung

Rund 80 Kolleginnen und Kollegen des Kreiskrankenhauses haben am Morgen ihre Arbeit niedergelegt. Nach ver.di Berichten ist eine beabsichtigte Vereinbarung über die Gestellung eines Notdienstes nicht zustande gekommen.

Die Gewerkschaft ver.di hatte angeboten, gemeinsam mit dem Arbeitgeber dafür Sorge zu tragen, dass ein Betrieb des Krankenhauses auf dem Niveau eines Wochenenddienstes gewährleistet wird. Von Seiten der Geschäftsleitung sind Personalvorhaltungen für den Notdienst gefordert worden, die einen nahezu uneingeschränkten Betrieb ermöglicht hätten. „Das kann nicht in unserem Sinne sein“ sagt Wolfgang Hooke, Verhandlungsführer der Gewerkschaft ver.di. Beschäftigte sind dann einseitig vom Arbeitgeber zur Ableistung von Notdiensten unter Androhung von „Konsequenzen“ verpflichtet worden. Dies hält Hooke für nichts anderes als ein Einschüchtern der Beschäftigten, da das Grundrecht auf Streik nicht durch Anordnung eines Arbeitgebers versagt werden kann. Nach Auskünften der örtlichen Streikleitung ist eine Notversorgung sichergestellt. Geplante Untersuchungen und Eingriffe sind aber bereits durch das Krankenhaus verschoben worden. Weitere Streikmaßnahmen können entbehrlich sein, wenn uns die Geschäftsleitung ein verhandlungsfähiges Angebot für eine Gehaltssteigerung macht, sagt der Gewerkschafter. Ver.di fordert für die Beschäftigten nach „Nullrunden“ in den letzten Jahren eine Einkommenssteigerung von 6% aber mindestens 120,- €.