Gesundheit & Soziales

Gewerkschaft ver.di erklärt die Tarifverhandlungen mit der AWO …

Gewerkschaft ver.di erklärt die Tarifverhandlungen mit der AWO Schleswig-Holstein für gescheitert

Für die rund 4.000 Beschäftigten der Arbeiterwohlfahrt Schleswig-Holstein und ihrer Tochter AWO Service 24 wird es auch in nächster Zukunft keinen Tarifabschluss geben, teilt die Gewerkschaft ver.di mit.

Seit Beendigung der Sanierungstarifverträge im Dezember 2015 haben ver.di und die AWO miteinander verhandelt und sind dennoch zu keinem Tarifabschluss gekommen. Wolfgang Hooke, Verhandlungsführer von ver.di, beschreibt die Situation so: „Unser Ziel war es, dass sich der Lohnabstand der AWO-Beschäftigten zum Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) nach der Sanierung der AWO schrittweise verringert. Alle Angebote der AWO bewirkten das Gegenteil, eine Entfernung vom TVöD, das ist für uns nicht akzeptabel. In den Streiks, die wir in den letzten anderthalb Jahren durchgeführt haben, konnten wir nicht die Kraft entfalten, die wir gebraucht hätten, um die Haltung der AWO-Verantwortlichen zu verändern.“

Steffen Kühhirt, Landesfachbereichsleiter bei ver.di und verantwortlich für die Tarifpolitik im Sozial- und Gesundheitswesen in Schleswig-Holstein, macht deutlich: „Wir werden erst wieder mit der AWO verhandeln, wenn wir in der Lage sind, unseren Forderungen den nötigen Nachdruck zu verleihen: Dann lieber keinen Tarifabschluss, als einen, der unseren tarifpolitischen Zielen entgegensteht. Die Streikfähigkeit und Streikbereitschaft der AWO-Beschäftigten gilt es nun auszubauen, das ist die Aufgabe in der nächsten Zeit.“

Kontakt für weitere Auskünfte: Wolfgang Hooke, 0160 / 97 24 14 40