Gesundheit & Soziales

Donnerstag wieder Streik am Uniklinikum Greifswald

Donnerstag wieder Streik am Uniklinikum Greifswald

Die Gewerkschaft ver.di ruft nunmehr zum dritten Male die Beschäftigten der Universitätsmedizin Greifswald zur Arbeitsniederlegung auf. Nach Gewerkschaftsangaben ist dieser Schritt erforderlich, da auch nach dem zweiten Warnstreik arbeitgeberseitig die Forderung nach Kompensation der Tarifsteigerungen aufrechterhalten wird.

Diesmal ist ein Demonstrationszug von der Uniklinik in die Innenstadt geplant, mit einer Kundgebung auf dem Greifswalder Marktplatz. Die Gewerkschaft ver.di hat hierzu auch Vertreter des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur eingeladen, sich vor den streikenden Beschäftigten zu erklären. Denn die Forderung von ver.di ist, dass nicht die Beschäftigten für die angespannte wirtschaftliche Situation der Universitätsmedizin in Regress genommen werden, sondern wie in anderen Bundesländern auch, Defizite beim Betrieb von Universitätskliniken vom Land getragen werden.

„Die Beschäftigten der Unimedizin in Greifswald haben den legitimen Anspruch, genauso bezahlt zu werden wie ihre Kolleginnen und Kollegen an anderen Unikliniken wie z.B. in Jena, Rostock, Kiel oder München“, so der ver.di Verhandlungsführer Wolfgang Hooke. „Inzwischen haben wir hier in Greifswald seit 10 Jahren eine Abkoppelung von den Tarifen der öffentlichen Hand, Zukunftssicherungs- und Notlagen Tarife. Das die Beschäftigten nicht mehr bereit sind zurück zu stecken, haben sie auf den bisherigen Streiks deutlich gemacht“ so der ver.di-Verhandlungsführer weiter.

Ver.di hat dem Vorstand der UMG ein Gesprächsangebot für Anfang Oktober unterbreitet, ein unbefristeter Streik kann verhindert werden, wenn es eine Einigung in der Tarifauseinandersetzung noch vor der für Mitte Oktober geplanten Urabstimmung gibt, heißt es aus Gewerkschaftskreisen.