Gesundheit & Soziales

Mittwoch neuer Streik am Uniklinikum Greifswald

Mittwoch neuer Streik am Uniklinikum Greifswald

Mittwoch neuer Streik am Uniklinikum Greifswald
ver.di lehnt das Arbeitgeberangebot vom 31.8. ab

Heute am Montag, den 14. September hat die ver.di Tarifkommission über das Angebot der Unimedizin Greifswald beraten und mit großer Mehrheit abgelehnt.
Das Angebot enthielt zwar die von ver.di geforderte stufenweise Anhebung der Gehälter an das Niveau des Tarifvertrages der Länder (TV-L), aber nur unter der Voraussetzung, dass bei allen Beschäftigten (außer Wissenschaftler und Ärzte) der Unimedizin in Greifswald, die Arbeitszeit auf 38 Std. ohne Lohnausgleich verkürzt wird. Weiter blieb die Arbeitgeberseite bei der Forderung nach einer Erhöhung der Arbeitnehmeranteile in der betrieblichen Altersvorsorge.

Andrea Moder, Gewerkschaftssekretärin aus Neubrandenburg und stellvertretende Verhandlungsführerin, sagte nach der Sitzung der Tarifkommission „Die Enttäuschung der Tarifkommission darüber, dass der Arbeitgeber nicht verstanden hat, dass Kompensation für uns keine Verhandlungsoption ist, ist groß“ „Die Verkürzung der Arbeitszeit für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer um eine Wochenstunde bedeutet doch nur, dass alle weiterhin die gleiche Arbeit machen, nur in weniger Zeit und für weniger Geld, das ist für unsere Mitglieder nicht akzeptabel.“

Die Tarifkommission hat für Mittwoch, den 16. September einen erneuten, diesmal ganztägigen Warnstreik angekündigt. Die Arbeitsniederlegung wird in der Zeit von 06:00 bis 24:00 erfolgen und sicherlich zu erheblichen Beeinträchtigungen im Klinikbetrieb führen.
Durch die Vereinbarung eines Notdienstes wird allerdings dafür Sorge getragen, dass Notfälle versorgt und lebensnotwendige Maßnahmen aufrecht erhalten werden, teilt die Gewerkschaft mit.