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Keine Annäherung bei Tarifverhandlungen für Busunternehmen in …

Keine Annäherung bei Tarifverhandlungen für Busunternehmen in Kiel, Lübeck, Flensburg, Neumünster

28.02.2017

Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) mitteilt, endete die dritte Verhandlungsrunde für den Bereich der großen kommunalen Busunternehmen am heutigen Dienstag ohne entscheidende Annäherung.
Die Gewerkschaft ver.di fordert für die Beschäftigten in Kiel (KVG), Lübeck (SL), Flensburg (Aktiv Bus) und Neumünster (SWN Verkehr) eine Einkommenserhöhung von monatlich 145 Euro brutto.
ver.di will mit dieser Forderung einen Ausgleich für die Beschäftigten erreichen und die Arbeitnehmer am erarbeiteten Erfolg der Unternehmen beteiligen.
„Die Kaufkraft der Beschäftigten wird“, so ver.di-Verhandlungsführer Gerhard Mette, „durch die jüngste Preisentwicklung erheblich vermindert. Wir brauchen allein eine Erhöhung um 3,7 %, um die Preissteigerungen für die Beschäftigten im Niedriglohnbereich auszugleichen.“
Die größte Beschäftigtengruppe, die Busfahrer, erhalten für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit zurzeit einen Lohn, der mehr als fünf Euro unterhalb des bundesweiten durchschnittlichen Bruttostundenlohns liegt. Auch gegenüber den Beschäftigten in den Verkehrsunternehmen der anderen Bundesländer sind die Arbeitnehmer in Schleswig-Holstein deutlich schlechter gestellt.
„Dies, obgleich die Fahrgastzahlen 2016 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen sind und die Unternehmen vermehrte Fahrgeldeinnahmen verbuchen. Durch Optimierungen haben die Beschäftigten zu zum Teil drastisch verbesserten Ergebnissen beigetragen“, erklärt Mette. „Die Kolleginnen und Kollegen erwarten jetzt zu Recht ihren Anteil an dem größer gewordenen Kuchen.“
Die Arbeitgeber haben in der dritten Verhandlungsrunde erstmalig eine Erhöhung der Entgelttabellen angeboten. Mit 2,2 % fiel diese, nach Auffassung der Verhandlungskommission, völlig ungenügend aus.
„Unsere Kollegen sind empört über die Haltung der Arbeitgeberseite“, berichtet der Gewerkschaftsvertreter. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Verkehrsunternehmen leisten einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge. Offensichtlich sind die kommunalen Arbeitgeber zurzeit nicht bereit, diesen Beitrag angemessen zu bezahlen. ver.di wird deshalb die Beschäftigten dazu aufrufen, deutlich zu machen, was man von dieser Haltung hält.

V.i.S.d.P.:
Gerhard Mette - ver.di Landesbezirk Nord – Fachbereich Verkehr
Hüxstraße 1, 23552 Lübeck
Tel.: 0451/800-717, Fax: 0451/8100-888, E-Mail: gerhard.mette@verdi.de