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Tarifrunde im Tarifgebiet des Nahverkehrs in M-V ohne Ergebnis …

Tarifrunde im Tarifgebiet des Nahverkehrs in M-V ohne Ergebnis - Streiks rücken näher

19.01.2018

Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) mitteilt, ist am gestrigen Abend die zweite Tarifrunde für die rund 1.600 Beschäftigten der Nahverkehrsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern erneut ohne Ergebnis geblieben. Zum Tarifgebiet zählen die MVVG, VVG, RSAG, VBG, VLP sowie Nahbus Schwerin und Wismar.

Auch nach mehrmaligen Verhandlungsunterbrechungen, konnte mit den Arbeitgebern keine Lösung erzielt werden. Nach der Verhandlung liegen die Vorstellungen der Tarifvertragsparteien immer noch erheblich auseinander.

„Die Beschäftigten des Nahverkehrs in Mecklenburg-Vorpommern liegen mit ihrem Lohn deutlich unter dem Niveau vergleichbarer Tarifgebiete. Die Jahresentgelte sorgen in vielen Fällen dafür, dass die Beschäftigten trotz Vollzeitstelle in die Altersarmut laufen; das ist nicht länger zu akzeptieren“, so der ver.di Nord Verhandlungsführer, Karl-Heinz Pliete.

„Es ist beschämend, wenn im Laufe des Jahres mit einem Jahresgehalt weniger als ein Entgeltpunkt für die Rente erarbeitet wird. Die Beschäftigten machen gerade auf den Strecken, einen harten aber richtig guten Job und werden dafür zu schlecht bezahlt. Wir steuern hier auf einen echten Arbeitskampf zu, wenn da nicht mehr Bewegung in die Tarifrunde kommt“, so Pliete weiter.

Das letzte Angebot der Arbeitgeberseite beinhaltet folgende Eckpunkte:
- Die Laufzeit soll zwei Jahre betragen (bis 31.12. 2019),
- ab 1. Januar 2018 soll eine Lohnsteigerung um 2,2 Prozent, mindestens jedoch 75 €,
- ab dem 1. Januar 2019 soll eine weitere Steigerung um 2,5 Prozent erfolgen.

Aus Sicht der ver.di Tarifkommission war dieses Angebot nicht einigungsfähig. Sie hat entschieden, das vorliegende Angebot mit den Mitgliedern zu diskutieren, da es deutlich unter unserer Ursprungsforderung von 180 € bei einer Laufzeit von einem Jahr liegt. In den nächsten Tagen, bis zum nächsten Verhandlungstermin am 24. Januar 2018, kann es zu Warnstreiks im Land kommen.

Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Karl-Heinz Pliete, Fachbereichsleiter Verkehr, 0151-4674 9120
V.i.S.d.P.:
Frank Schischefsky – Pressesprecher - ver.di Landesbezirk Nord
Dänische Str. 3-9 - 24103 Kiel
Tel.: 0431/66 08-01 / -102, Fax: 0431/66 08-110, Handy: 0170-5613 404
E-Mail: frank.schischefsky@verdi.de