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Warnstreik im Versicherungsgewerbe in Schleswig-Holstein und …

Warnstreik im Versicherungsgewerbe in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern bei der PROVINZIAL und der HUK-Coburg

10.07.2017

Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) mitteilt, werden die Beschäftigten der Provinzial Versicherung Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, der ERGO im Innen- wie im Außendienst, sowie die Beschäftigten der HUK-Coburg (Innendienst) in Kiel aufgerufen, am kommenden Dienstag, den 11.07.2017, die Arbeit für einen eintägigen Warnstreik niederzulegen.

Das von den Arbeitgebern vorgelegte Gehaltsangebot in Kombination mit der Weigerung Zukunftsthemen tarifvertraglich zu regeln ist absolut inakzeptabel.

„Mit der dritten Streikwelle wollen wir den Druck auf die Arbeitgeber weiter erhöhen, damit sie endlich ein angemessenes Gehaltsangebot unterbreiten. Ein Entgelttarifvertrag, der – wie bisher angeboten - über 3 Jahre Reallohnverluste festschreibt, ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten einer Branche, die hohe Gewinne erwirtschaftet und teilweise Rekorddividenden an Aktionäre ausschüttet. Zudem erwarten wir, dass die Arbeitgeber ihre Verweigerungshaltung aufgeben und mit uns Regelungen bezüglich eines Zukunftstarifvertrages „Digitalisierung“ vereinbaren“, so ver.di Nord Fachbereichsleiter Frank Schischefsky.

Ziel der Arbeitsniederlegungen ist es, den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen und mit einem neuen, verhandlungsfähigen Arbeitgeberangebot die Tarifverhandlungen fortzusetzen.

Die Arbeitgeber hatten in der dritten Verhandlungsrunde ihr ursprüngliches Angebot nur geringfügig nachgebessert. Die angebotenen Gehaltssteigerungen beliefen sich dabei über einen Zeitraum von drei Jahren auf Erhöhungen von durchschnittlich 1,1 Prozent pro Jahr. Gegenstand der Tarifverhandlungen war darüber hinaus die soziale Gestaltung der digitalen Transformation in der Versicherungsbranche. ver.di hatte dazu einen Tarifvertragsentwurf in die Verhandlungen eingebracht, der Regelungen zum mobilen Arbeiten, zur Qualifizierung und zur Beschäftigungssicherung vorsah.

Die Arbeitgeberseite hatte alle von ver.di vorgeschlagenen Regelungen abgelehnt. Die ver.di-Tarifkommission erklärte in der Folge das Scheitern der Verhandlungen. Auch für den Außendienst haben die Arbeitgeber ein Angebot vorgelegt, das die Realeinkommen nicht sichern würde. Ein zweiter Verhandlungstermin scheiterte an der Ankündigung der Arbeitgeber, kein weiteres Angebot vorlegen zu wollen.

ver.di fordert für die Beschäftigten im Innendienst der privaten Versicherungsbranche die Erhöhung der Gehälter und aller Zulagen um 4,5 Prozent. Die Ausbildungsvergütung soll um 50 Euro steigen. Auszubildende sollen nach einer erfolgreichen Ausbildung unbefristet übernommen werden.

In Kiel treffen sich alle Beschäftigten der zum ganztägigen Warnstreik aufgerufenen Betriebe ab 06:30 Uhr vor dem Haupteingang der Provinzial, Sophienblatt 33. Ab ca. 09:30 Uhr ist ein Demonstrationszug durch die Kieler Innenstadt bis zur Forstbaumschule geplant.

Aufgerufen zum Warnstreik sind alle Beschäftigten des Gemeinschaftsbetriebes der Provinzial Nord Brandkasse AG, der Provinzial NordWest Lebensversicherung AG, Provinzial NordWest Holding AG, Provinzial NordWest Pensionsberatung GmbH. Betroffen sein werden die Standorte Kiel, Rostock, Bad Oldesloe und Rendsburg sowie bei der HUK-Coburg Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands a.G. HUK-COBURG-Rechtsschutzversicherung AG der Standort Kiel.

Die Ansprechpartner für die Medien:

Landesfachbereichsleiter Finanzdienstleistungen: Frank Schischefsky: 0170-5613 404

Fachsekretärin Finanzdienstleistungen: Almut Auerbach: 0151-1406 0276

V.i.S.d.P.:
Frank Schischefsky – Pressesprecher - ver.di Landesbezirk Nord
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