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Warnstreiks in den Filialen der Postbank Filialvertrieb AG in …

Warnstreiks in den Filialen der Postbank Filialvertrieb AG in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern werden ausgeweitet

12.10.2017

Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) mitteilt, werden am 13. und 14.10.2017 die Beschäftigten in allen Filialen der Postbank Filialvertrieb AG in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zu einem weiteren Warnstreik aufgerufen.
Da die Beschäftigten teilweise auch für den Betriebsablauf von Post Filialen zuständig sind, kann es hier zu erheblichen Verzögerungen und Schließungen von Post Filialen kommen.

Die Tarifverhandlungen für rund 18.000 Beschäftigte bei der Postbank, Postbank Filialvertrieb AG sowie der BHW-Gruppe und weiterer Tochterunternehmen (Betriebscenter für Banken, PB Service, PB Direkt, BHW KSG, PB Firmenkunden AG) wurden im September ergebnislos abgebrochen. Schwerpunkt der Verhandlungen ist ein Kündigungsschutz für die Beschäftigten.

„Die Arbeitgeber haben zwar ein Angebot vorgelegt, das auch eine Regelung für einen tariflichen Kündigungsschutz bis 2019 vorsieht, da dieser aber lediglich bis Mitte 2019 gelten soll und damit in einer Phase auslaufen würde, in der wir ein hohes Risiko für Arbeitsplatzabbau sehen, ist das so nicht akzeptabel. Wir wollen die Beschäftigten für die Phase der Integration von Postbank und Deutscher Bank schützen“, so Frank Schischefsky, Fachbereichsleiter für den Finanzdienstleistungsbereich von ver.di Nord.

„Neben dem Kündigungsschutz ist es wichtig, auch die Gehälter fortzuentwickeln. Auch hier hat es leider keine Annäherung gegeben, da die Arbeitgeberseite nicht bereit war, über die angebotenen 1,5 Prozent zum 1. November 2017 und 1,0 Prozent zum 1. Februar 2019 hinauszugehen. Bei einer Inflation von 1,5 bis 2,0 Prozent würde dies einen Reallohnverlust für die Beschäftigten bedeuten“, so Schischefsky weiter.

ver.di fordert eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2022, die Erhöhung der Gehälter um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, eine deutliche Anhebung der Ausbildungsvergütungen sowie weitere unternehmensspezifische Regelungen.
Außerdem hat ver.di Gesprächsbedarf zu einem Zukunftstarifvertrag, der auch Vereinbarungen zur Digitalisierung beinhalten soll.
ver.di kündigte an, die Arbeitskampfmaßnahmen in den nächsten Wochen zu intensivieren und in diesem Zusammenhang in eine Urabstimmung zu einem Erzwingungsstreik einzutreten.

Zusätzlich zu den Streikaktionen, die zeitgleich auch in anderen Regionen stattfinden, hat ver.di mit einer bundesweiten Urabstimmung über einen unbefristeten Streik begonnen.

V.i.S.d.P.:
Frank Schischefsky – Pressesprecher - ver.di Landesbezirk Nord
Dänische Str. 3-9 - 24103 Kiel
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