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Warnstreiks in 11 Filialen des Postbankfilialvertriebs in Mecklenburg-Vorpommern

Warnstreiks in 11 Filialen des Postbankfilialvertriebs in Mecklenburg-Vorpommern

02.10.2017

Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) mitteilt, werden am Montag, den 02.10. 2017, die Beschäftigten von 11 Filialen im Postbankfilialvertrieb in Mecklenburg-Vorpommern in einen eintägigen Warnstreik gerufen.

Am vergangenen Dienstag wurden die bundesweiten Tarifverhandlungen für rund 18.000 Beschäftigte bei der Postbank, Postbank Filialvertrieb sowie der BHW-Gruppe und weiterer Tochterunternehmen (Betriebscenter für Banken, PB Service, PB Direkt, BHW KSG, PB Firmenkunden AG) ergebnislos abgebrochen. Schwerpunkt der Verhandlungen ist ein Kündigungsschutz für die Beschäftigten.
„Die Arbeitgeber haben zwar ein Angebot vorgelegt, das auch eine Regelung für einen tariflichen Kündigungsschutz bis 2019 vorsieht, da dieser aber lediglich bis Mitte 2019 gelten soll und damit in einer Phase auslaufen würde, in der wir ein hohes Risiko für Arbeitsplatzabbau sehen, ist das so nicht akzeptabel. Wir wollen die Beschäftigten für die Phase der Integration von Postbank und Deutscher Bank schützen“, so Frank Schischefsky, Fachbereichsleiter für den Finanzdienstleistungsbereich von ver.di Nord.

„Neben dem Kündigungsschutz ist es wichtig, auch die Gehälter fortzuentwickeln.  Auch hier hat es leider keine Annäherung gegeben, da die Arbeitgeberseite nicht bereit war, über die angebotenen 1,5 Prozent zum 1. November 2017 und 1,0 Prozent zum 1. Februar 2019 hinauszugehen. Bei einer Inflation von 1,5 bis 2,0 Prozent würde dies einen Reallohnverlust für die Beschäftigten bedeuten“, so Schischefsky weiter.

ver.di fordert eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Ende 2022, die Erhöhung der Gehälter um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, eine deutliche Anhebung der Ausbildungsvergütungen sowie weitere unternehmensspezifische Regelungen. ver.di hat außerdem Gesprächsbedarf zu einem Zukunftstarifvertrag, der auch Vereinbarungen zur Digitalisierung beinhalten soll.
ver.di kündigte an, die Arbeitskampfmaßnahmen in den nächsten Wochen zu intensivieren und in diesem Zusammenhang in eine Urabstimmung zu einem Erzwingungsstreik einzutreten.

Betroffene Filialen:
- Bad Doberan, Am Markt 15, 18209 Bad Doberan
- Greifswald 1, Mühlenstr. 12, 17489 Greifswald
- Güstrow 1, Pferdemarkt 52 - 56, 18273 Güstrow
- Neubrandenburg 1, Marktplatz 2, 17033 Neubrandenburg
- Neustrelitz 1, Strelitzer Str. 26, 17235 Neustrelitz
- Parchim 1, Ludwigsluster Str. 29, 19370 Parchim
- Pasewalk 1, Am Markt 8, 17309 Pasewalk
- Rostock 1, Neuer Markt 3 - 8, 18055 Rostock
- Rostock 20, St.-Petersburger-Str. 18b, 18107 Rostock
- Stralsund 1, Neuer Markt 4, 18439 Stralsund
- Waren 1, Neuer Markt 19, 17192 Waren (Müritz)

V.i.S.d.P.: Frank Schischefsky Pressesprecher ver.di Landesbezirk Nord
Dänische Str. 3-9 24103 Kiel
Tel.: 0431 / 66 08-01 Durchwahl: -103 Fax: -110
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