Pressemitteilungen

Arbeitsniederlegungen/Streiks im Weihnachts- und Jahresendverkehr …

Arbeitsniederlegungen/Streiks im Weihnachts- und Jahresendverkehr in der Hansestadt Rostock, DHL verweigert Entgelttarifverhandlungen

09.11.2017

Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) mitteilt, verweigert sich die DHL Delivery Neubrandenburg GmbH, die ausschließlich als 100%ige Konzerntochter in der Hansestadt Rostock Paketsendungen für die Deutsche Post AG zustellt, in Entgelt-Tarifverhandlungen einzutreten.

Die Deutsche Post AG zahlt in Mecklenburg-Vorpommern einen Zustelleinstiegslohn von 12,22 €, während die Delivery einen Stundenlohn von 10,09 € zahlt. Die Jahresentgelte differieren um stattliche 7.000€ bei gleicher Arbeit im selbigen Konzern. Das Unternehmen ist Mitglied im Arbeitgeberverband Speditionen und Logistik Mecklenburg-Vorpommern e.V. und wendet dort den ungekündigten Manteltarifvertrag an. Der mit diesem Arbeitgeberverband bestehende Entgelttarifvertrag ist seit 1998 gekündigt und entfaltet keine Nachwirkung für die Delivery-Beschäftigten, da das Unternehmen erst 2015 gegründet wurde.

Mit der Übersendung der Tarifforderung einen Entgelttarifvertrag für die rund 50 Stamm- Beschäftigten der DHL Delivery Neubrandenburg GmbH verhandeln zu wollen, reagierte das Unternehmen mit einer konsequenten Verweigerungshaltung und hat zugleich teilweise per Fremdvergabe die Paketzustellleistungen an Werkvertragsunternehmen ausgelagert.

Aufgrund zwei kleinerer Warnstreikaktionen am 28.10. und 30.10., wodurch mehr als 10.000 Pakete über Tage verzögert zugestellt wurden, konnte der in ver.di zuständige Fachbereich Postdienste, Speditionen und Logistik daraufhin mit der Unternehmensleitung zwei Verhandlungstermine am 02.11. und 08.11. vereinbaren, die jeweils von der Arbeitgeberseite kurzfristig vorher abgesagt wurden.
„Die Unternehmensleitung riskiert mit ihrem Verhalten einen größeren Tarifkonflikt, der mitten in die Hochleistungszeit - dem Weihnachts- und Jahresendverkehr - fällt.“, so der Landesfachbereichsleiter Nord/Hamburg Lars-Uwe Rieck.
Rieck weiter: „Die Beschäftigten sind nicht streikwütig, aber durchaus streikfähig und werden weiter für ein branchenübliches Einkommen kämpfen.“

Für Rückfragen:
ver.di, Lars-Uwe Rieck 0160 4741179
ver.di, Thomas Ebeling, 0160 90525989
V.i.S.d.P.:

Lars-Uwe Rieck
Landesfachbereichsleiter 10 - Fachbereich Logistik und Postdienste
ver.di Landesbezirk Nord
Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg
Tel. 040/2858-4101, Handy: 0160-4741 179
E-Mail: lars-uwe.rieck@verdi.de