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Erfolgreicher ver.di-Aktionstag am Tag der Pflege

Erfolgreicher ver.di-Aktionstag am Tag der Pflege

15.05.2017

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) zieht eine positive Bilanz des länderübergreifenden Aktionstages zum Tag der Pflege.

An den Aktionen in den beiden nördlichsten Bundesländern beteiligten sich rund 1.000 Beschäftigte - vorrangig aus Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen.

„Damit haben die Pflegebeschäftigten ein weiteres starkes Signal gesetzt, um auf die prekären Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern und in der Altenpflege aufmerksam zu machen. Der alltägliche Rechtsbruch in der Pflege ist als Dauerzustand nicht erträglich. Deshalb müssen die politischen Akteure, Arbeitgeber und Sozialleistungsträger dringend handeln und eine gesetzliche Personalbemessung auf den Weg bringen“, so Steffen Kühhirt, Landesfachbereichsleiter für Gesundheit und Soziales bei ver.di-Nord.

ver.di fordert Personalbemessung und Sofortprogramm:
Bundesweit fehlen an deutschen Krankenhäusern circa 162.000 Stellen, davon rund 70.000 in der Pflege. Auch im Norden sind die Krankenhäuser unterbesetzt und es fehlen tausende Stellen. Deshalb fordert ver.di von der neuen Bundesregierung eine Regelung für eine gesetzliche Personalbemessung und zur dringenden Abhilfe ein Sofortprogramm für 20.000 Stellen. Um dies zu leisten, muss die Attraktivität des Pflegeberufes deutlich verbessert werden bei Vergütung und Arbeitsbedingungen. Weiterhin müssen die Anstrengungen bei Ausbildung und Qualifikation verstärkt werden, um zukünftig genug gut ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung zu haben.

Forderungen an eine neue Landesregierung in Schleswig-Holstein:
„Wir erwarten von einer neuen Landesregierung in Schleswig-Holstein ein klares und eindeutiges Bekenntnis für eine gesetzliche Personalbemessung - mindestens in Form einer Bundesratsinitiative. Darüber hinaus kann die neue Regierung eine landesweite Empfehlung für eine Mindestbesetzung in der Pflege auf den Weg bringen, sowie Regelungen zur tariflichen Allgemeinverbindlichkeit in der Altenpflege, das ist eindeutig eine Landesaufgabe und darf nicht in Richtung Berlin verschoben werden", so Kühhirt weiter.

Hinweis für die Redaktionen:
Für Rückfragen steht Steffen Kühhirt unter der Rufnummer 0170-5749 719 zur Verfügung.

V.i.S.d.P.:
Frank Schischefsky – Pressesprecher - ver.di Landesbezirk Nord
Dänische Str. 3-9 - 24103 Kiel
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