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Ein weiteres Stück aus dem juristischen Tollhaus eines Konzerns

Ein weiteres Stück aus dem juristischen Tollhaus eines Konzerns

30.05.2018

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) hat heute den mit der Frühschicht begonnenen Warnstreik bei Helios in Damp und Schönhagen gegen 12:30 Uhr beendet. Hintergrund dafür war das Gerücht, es gäbe einen Beschluss gegen diesen Warnstreik, erlassen vom Arbeitsgericht Berlin. Diese Entscheidung ist Stand 15:30 Uhr nicht in Kiel vom Gerichtsvollzieher zugestellt, und wir können deshalb nichts über Art und Umfang dieser Verfügung sagen.

„Wenn wir auch nichts über diese einstweilige Verfügung sagen können, äußern wir uns sehr wohl zu der Art und Weise des Helios Konzerns, die uns stark an die Vorfälle von 2012 in Damp erinnern“, so ver.di Nord Sprecher Frank Schischefsky.

„Das ein Konzern wie Helios versucht, mit Taschenspielertricks, in denen einstweilige Verfügungen an fernen Gerichten beantragt werden, demokratische Grundrechte mit juristischen Füßen tritt, ist ein Skandal. Vielleicht beantragt der Konzern demnächst beim Arbeitsgericht Zwickau einstweilige Verfügungen, um Streiks in Schleswig-Holstein, ohne mündliche Verhandlungen in denen sich die Beteiligten äußern können, gerichtlich verbieten zu lassen. Darüber hinaus müssen sich die Verantwortlichen bei Helios ernsthaft fragen, warum sie zuerst Streiks gerichtlich verbieten lassen, um dann die Beschäftigten daran zu hindern, ihre Arbeit aufzunehmen - wie in Damp geschehen“, so Schischefsky weiter.

Aus Sicht der Gewerkschaft ver.di passt ins Gesamtbild, dass Beschäftigte unter Druck gesetzt werden, indem angedroht wird, streikende Konzernteile auszugliedern.

ver.di wird sich mit dem weiteren Vorgehen beschäftigen und eine entsprechende demokratische Antwort an den Helios Konzern senden.

V.i.S.d.P.:

Frank Schischefsky – Pressesprecher - ver.di Landesbezirk Nord
Dänische Str. 3-9 - 24103 Kiel
Tel.: 0431/66 08-01 / -102, Fax: 0431/66 08-110, Handy: 0170-5613 404
E-Mail: frank.schischefsky@verdi.de