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Sana verkauft Ostholsteiner Kliniken an AMEOS – Beschäftigte …

Sana verkauft Ostholsteiner Kliniken an AMEOS – Beschäftigte werden zum Spielball von Kapitalinteressen im Gesundheitswesen

24.10.2018

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di sieht den Verkauf der Ostholsteiner Sana-Standorte an die AMEOS-Gruppe kritisch. Für die rund 1.200 Beschäftigten überwiegen deutlich die Unsicherheiten, denn unklar ist, wie die zukünftigen Arbeitsbedingungen und Vergütungen gestaltet werden und wie das Standort-Konzept von AMEOS in Osthol- stein aussehe. „Wenn Kliniken nicht mehr ins Portfolio der Klinik-Konzerne passen, werden sie einfach weiterverkauft und Beschäftigte so zum Spielball der Marktinteressen. Und das in einem sensiblen Sektor wie dem Gesund- heitsbereich. Wir sehen das sehr kritisch. Denn es ist völlig unklar, wie das Standort-Konzept von AMEOS zukünftig aussehe. Die Beschäftigten der Klinik in Middelburg beispielsweise, erleben innerhalb kürzester Zeit den zweiten Verkauf. Ob so ein Vorgehen das Vertrauen der Menschen in der Region stärkt, darf deutlich bezweifelt werden“, sagte Steffen Kühhirt, zuständig für Gesundheitspolitik bei ver.di-Nord. Die rund 1.200 Beschäftigten in den Kliniken Eutin, Oldenburg, Fehmarn und Middelburg haben momentan eine Tarifvertragsbindung an den Ta- rifvertrag des Öffentlichen Dienstes (TVÖD). „Unklar ist ebenso, welcher Tarifvertrag für die betroffenen Beschäftig- ten zukünftig gilt. Bei den letzten Tarifverhandlungen für die AMEOS- Standorte in Neustadt und Heiligenhafen hatte AMEOS Tarifverträge auf TVÖD-Niveau für alle Beschäftigten abgelehnt. Wir werden die Beschäf- tigten dabei intensiv unterstützen, ihre jetzigen Tarifverträge dauerhaft zu sichern. Eine Absenkung der bisherigen Bedingungen werden wir nicht akzeptieren“, so Kühhirt weiter.