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Bertelsmann plant Kahlschlag bei ehemaligem Telekomunternehmen …

Bertelsmann plant Kahlschlag bei ehemaligem Telekomunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern - Majorelbetriebe sollen geschlossen werden

16.12.2020

Mit Entsetzen reagiert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) auf die „Weihnachtsbotschaft“ des Bertelsmann-Konzerns, die Majorel-Standorte Stralsund, Neubrandenburg und Schwerin zum 31.12.21 schließen zu wollen. Damit würden mehr als 1000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren.

Bei den Standorten handelt es sich zum Teil um ehemalige Standorte der Deutschen Telekom, die Bertelsmann über das Unternehmen Arvato gekauft hat. Majorel übernimmt unter anderem Aufgaben im Kundenservice der Deutschen Telekom AG.

„Das ist eine ganz bittere Botschaft für die Beschäftigten von Majorel. In der Vergangenheit wurden Investitionen angekündigt, um die regionale Präsenz weiter auszubauen und die Dienstleistungen für die Kunden zu erweitern. Nichts von dem ist jemals bei den Beschäftigten angekommen“, so Susanne Schöttke, Landesbezirksleiterin ver.di Nord.

Aus Sicht von ver.di Nord ist hier ein strategischer Kahlschlag von Bertelsmann erkennbar. Neben den Standorten in Mecklenburg-Vorpommern ist auch Chemnitz betroffen. Im vergangenen Jahr sind bereits die Standorte Leipzig, Gera, Suhl und Dresden geschlossen, sowie die Standorte Magdeburg, Halle und Cottbus verkauft worden. Geplant ist durch Bertelsmann, Arbeiten künftig im Ausland erledigen lassen zu wollen.

„Jetzt soll weiteren 1400 Kolleginnen und Kollegen im Osten Deutschlands die Existenzgrundlage genommen werden, obwohl es die Auftragslage nicht hergibt. Von der Telekom hören wir, dass diese an Majorel ein jährliches Auftragsvolumen vergibt, das ausreicht, die ehemaligen Telekombeschäftigten dort auszulasten - auch für die Zukunft.

Das ist also eine Riesensauerei zur Profitmaximierung eines milliardenschweren Konzerns, zu Lasten der Beschäftigten, die ihren Beitrag zur Beschäftigungssicherung durch alle bisherigen Verkaufsprozesse geleistet haben“, so Annett Enter, zuständige Gewerkschaftssekretärin, heute in Schwerin.

ver.di Nord fordert den Erhalt der 1005 Arbeitsplätze in MV und die Verlagerung der Tätigkeiten ins Ausland zu stoppen, um Beschäftigung in Mecklenburg-Vorpommern zu erhalten.

Ansprechpartnerin:
Annett Enter
Gewerkschaftssekretärin
0151 24297511

V.i.S.d.P.:
Frank Schischefsky, Pressesprecher, ver.di Landesbezirk Nord
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