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ver.di fordert bessere Bedingungen für Praktikantinnen und Praktikanten im Landesdienst

27.09.2016

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) fordert die Landesregierung in Schleswig-Holstein auf,  die Bedingungen für Praktikantinnen und Praktikanten im Landesdienst unverzüglich zu überprüfen und Missstände abzustellen.
Die kleinen Anfrage der Piratenfraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag hat ergeben, dass in Schleswig-Holstein offensichtlich seit 2014 hunderte von Praktikanten bis zu sechs Monate beschäftigt wurden, ohne ihnen eine Vergütung zu zahlen. Wie die Antwort der Landesregierung auf eine Piratenanfrage zeigt, verfügten über einhundert der unbezahlten Praktikanten sogar über eine Berufsausbildung oder einen Studienabschluss. 
"Hier werden junge Menschen systematisch als voll ausgebildete Arbeitskräfte in unbezahlten PraktikantInnen-Verhältnissen eingesetzt und kaschieren damit den Mangel an Personal an vielen Stellen – das zum Nulltarif, da ist der Weg zu Ausbeutung sehr kurz", so Jochen Penke, zuständiger Landesfachbereichsleiter der ver.di Nord.  "Wer sich „gute Arbeit“ als Leitmotiv für politisches Handeln sucht, muss diese Praxis sofort beenden denn unserem Verständnis von guter Arbeit, entspricht dieses Verhalten nicht“, so Penke weiter
Für PraktikantInnen-Verhältnisse gibt es im Land Schleswig-Holstein keinen ordentlich geschützten Rahmen. Es gibt einen Tarifvertrag für PraktikantInnen mit dem Land, dieser regelt allerdings ausschließlich Berufspraktika.
ver.di Nord fordert die Landesregierung auf, eine Nachbesserung im Sinne der Praktikantenrichtlinie des Bundes, der sich das Land Schleswig-Holstein bisher beharrlich verweigert hat, umzusetzen.

V.i.S.d.P.: Frank Schischefsky, Pressesprecher, ver.di Landesbezirk Nord
Landesbüro Schleswig-Holstein. Dänische Straße 3-9, 24103 Kiel
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