Pressemitteilungen

Dienstleistungsgewerkschaft ver.di fordert mehr Anstrengungen …

Dienstleistungsgewerkschaft ver.di fordert mehr Anstrengungen des Landes bei Qualität der Kindertagesförderung in Mecklenburg-Vorommern

17.10.2018

Anlässlich der öffentlichen Anhörung zur geplanten Kita-Elternbeitragsentlastung fordert die für den Sozial- und Erziehungsdienst zuständige Gewerkschaft ver.di deutlich mehr Anstrengungen der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern bei der Verbesserung der Qualität der Kindertagesförderung.

Mecklenburg-Vorpommern hat weiterhin einen der ungünstigsten Betreuungsschlüssel, dies führt zu großen Gruppen und einer schlechten Fachkraft-Kind-Relation. Die Kita-Gewerkschaft ver.di setzt sich für eine spürbare und zeitnahe Absenkung des gesetzlichen Betreuungsschlüssels ein. Diese Absenkung soll der Landtag als Stufenplan beschließen, die ersten Schritte müssen noch in dieser Legislaturperiode in den Bereichen Hort und Krippe erfolgen. Als Ziel strebt ver.di einen Schlüssel in der Krippe von 1:3, im Kindergarten 1:8 und im Hort von 1:12 an.

Weiterhin fordert ver.di deutlich mehr Initiativen bei der Fachkräftegewinnung. Die Gewerkschaft leistet bereits als Tarifpartnerin gute Arbeit in Sachen Gehälter und Beschäftigungsbedingungen.
Arbeitgeber und Politik müssen die Zeichen der Zeit endlich verstehen, wenn sie im bundesweiten Ringen um qualifizierte Fachkräfte nicht abgekoppelt werden wollen. Wird die Tarifbindung nicht sehr schnell deutlich erhöht, wird der deutliche Lohnunterschied dauerhaft zementiert“, sagte Steffen Kühhirt, verantwortlich für Gesundheit und Soziales bei ver.di-Nord.

Die Landesregierung muss nun ihre Verantwortung bei den Arbeitsbedingungen übernehmen. Nur mit attraktiven Arbeitsbedingungen finden sich junge Menschen, die den Beruf lernen und motiviert angehen wollen.