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Erste Verhandlungsrunde öffentlicher Dienst ohne Ergebnis - ver.di kündigt Warnstreiks an

26.02.2018

Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) mitteilt, ist am heutigen Montag die erste Verhandlungsrunde für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen in Potsdam ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

"Es ist bedauerlich, dass die Arbeitgeber wieder Rituale walten lassen und wir ohne Ergebnis aus Potsdam abreisen müssen“, so Susanne Schöttke, ver.di Landesbezirksleiterin von ver.di im Norden. „Die Wirtschaft spricht von goldenen Zeiten und die öffentlichen Kassen erleben sprudelnde Steuereinnahmen. Daran müssen auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in allen Branchen aber nun erst einmal im öffentlichen Dienst teilhaben, und das sehr schnell", so Schöttke weiter.

Der öffentliche Dienst wirbt stark um Fachkräfte. In der Konkurrenz mit der Privatwirtschaft ist der öffentliche Dienst aus Sicht von ver.di Nord gut beraten, mehr für die Attraktivität des öffentlichen Dienstes zu tun.

"Gute Arbeit muss gut entlohnt werden, wenn der öffentliche Dienst bei der Werbung um gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Wirtschaft mithalten will. Das wird nicht gelingen, wenn der öffentliche Dienst bei der Tariflohnentwicklung hinter andere Branchen zurückfällt“, warnt die ver.di Landeschefin von ver.di Nord.

„Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes leisten tagtäglich eine wichtige Arbeit im Interesse der Bürgerinnen und Bürger. Sie sind nicht gewillt, sich nur mit schönen Worten durch die öffentlichen Arbeitgeber abspeisen zu lassen. Daher werden auch in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein erste Warnstreikmaßnahmen geplant, um den berechtigten Forderungen Nachdruck zu verleihen“, sagt Susanne Schöttke.

ver.di fordert für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Die Vorschrift, Auszubildende nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zu übernehmen, will ver.di wieder in Kraft setzen. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen. Der Bund wird aufgefordert, das Verhandlungsergebnis zeit- und wirkungsgleich auf die 344.000 Beamtinnen und Beamten, Richterinnen und Richter, Soldatinnen und Soldaten sowie 182.000 Versorgungsempfängerinnen und -empfänger zu übertragen.

Verhandelt wird für ca. zwei Millionen Tarifbeschäftigte des öffentlichen Dienstes der Kommunen und ihrer wirtschaftlichen Betriebe und Unternehmen sowie für 125.000 Tarifbeschäftigte des Bundes. In Schleswig-Holstein gibt es ca. 40.200 Beschäftigte bei den Kommunen und ca. 9.100 Beschäftigte im Bundesbereich. In Mecklenburg-Vorpommern ca. 23.500 kommunal Beschäftigte und 4.700 Beschäftigte bei den Dienststellen des Bundes.

Hinweis für die Redaktionen
Termine der bereits vereinbarten Verhandlungsrunden:
12./13. März 2018 in Potsdam
15./16. April 2018 in Potsdam

V.i.S.d.P.: Frank Schischefsky, Pressesprecher, ver.di Landesbezirk Nord
Landesbüro Schleswig-Holstein. Dänische Straße 3-9, 24103 Kiel
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