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ver.di Nord zum Glücksspiel in Schleswig-Holstein: Glücksspiel …

ver.di Nord zum Glücksspiel in Schleswig-Holstein: Glücksspiel muss staatlich kontrolliert und organisiert werden

16.03.2019

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) sieht die von der Landesregierung geplanten Vorgehen zu den Glücksspiellizenzen kritisch und fordert, das Glücksspiel in Schleswig-Holstein nur durch staatlich kontrollierte Unternehmen, wie z.B. Lotto oder die Casinogesellschaften, zu lizensieren.
„Es gibt wohl schon wieder ein wenig Las Vegas Stimmung in der Jamaica-Koalition, wenn erneut ein Alleingang in Lizenzfragen zum Onlineglücksspiel debattiert wird, weil Menschen ja so oder so zocken würden“, so Frank Schischefsky, von ver.di Nord.
„Es kann doch nicht ernsthaft sein, dass Werbung von privaten Onlineanbietern so gestaltet wird, dass mit dem Landeswappen für Wetten oder Casinospiele geworben wird und damit ein Anstrich von seriöser Kultur vermittelt wird. Wer Glücksspiel kontrollieren will, kann dies über staatlich geführte Unternehmen wie z.B. die landeseigene Casinogesellschaft oder die Lottogesellschaft steuern und muss nicht Lizenzen an dubiose private Anbieter verhökern, die auf Malta oder Gibraltar sitzen, statt Arbeitsplätze hier im Land zu fördern“, so Schischefsky weiter.
ver.di Nord fordert ein faires Glücksspiel bei gleichzeitiger Prävention. Mitarbeiter in den Spielcasinos in Schleswig-Holstein erfüllen diese Aufgabe mit viel Erfahrung. Diese Erfahrung kann man nutzen und sie auf Onlinelizenzen übertragen.


V.i.S.d.P.:
Frank Schischefsky – Pressesprecher - ver.di Landesbezirk Nord
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