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Nord zum Tarifabschluss im öffentlichen Dienst der Länder: Deutlich mehr Geld für untere und mittlere Lohngruppen

03.03.2019

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver,di Nord) begrüßt den Tarifabschluss für die Beschäftigen der Länder und sieht darin einen der besten Tarifabschlüsse der letzten Jahre.

In der dritten Verhandlungsrunde wurde am Samstagabend in Potsdam ein Tarifergebnis erzielt.

Es wurde ein umfassendes Gesamtpaket aus prozentualen Anhebungen und strukturellen Verbesserungen ausgehandelt. Die Einigung sieht eine Anhebung der Gehälter im Gesamtvolumen von 8 Prozent, mindestens jedoch 240 Euro, bei einer Laufzeit von 33 Monaten vor. Beschäftigte in der Pflege sollen zum Teil bis zu 550, Euro über die Laufzeit des Tarifvertrages mehr erhalten.

„Dieser Abschluss ist für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst, die Tag für Tag für unsere Gesellschaft notwendige, qualifizierte und hochwertige Dienstleistungen erbringen, ein Abschluss der sich wirklich sehen lassen kann und zählt zu den besten Abschlüssen der letzten Jahre. Kolleginnen und Kollegen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern haben mit den Warnstreiks der letzten Wochen deutlich dazu beigetragen“, so Susanne Schöttke, Leiterin des ver.di Landesbezirks Nord

Die Beschäftigten an den Hochschulen, in Kitas, in den Universitätskliniken, beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr, in der Steuerverwaltung Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte an Schulen und Beschäftigte bei der Polizei, Rettungskräfte und Küstenschutz werden nun deutlich mehr Geld erhalten.

„Jetzt sind die Landesregierungen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern am Zug. Das gesamte Tarifergebnis muss zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten so wie die Versorgungsempfänger übertragen werden“, fordert die Gewerkschafterin.

Im Detail sollen die Gehälter im Gesamtvolumen rückwirkend zum 1.Januar 2019 um 3,2 Prozent, mindestens aber um 100 Euro, angehoben werden.

Ein weiterer Anhebungsschritt um 3,2 Prozent (mindestens 90 Euro) erfolgt zum 1. Januar 2020 und um 1,4 Prozent (mindestens 50 Euro) zum 1. Januar 2021.

Pflegekräfte erhalten darüber hinaus zusätzlich 120 Euro monatlich. Auszubildende bekommen zum 1.Januar 2019 und zum 1. Januar 2020 jeweils 50 Euro mehr.

Darüber hinaus soll eine Aufwertung der Einstiegsgehälter (Stufe 1 der Entgelttabelle) in allen 15 Entgeltgruppen die Arbeit im Landesdienst für Neueinsteiger attraktiver machen. Diese Aufwertung beträgt im Volumen rund 11 Prozent und erfolgt in zwei Schritten zum
1. Januar 2020 sowie zum 1. Oktober 2020. Davon profitieren insbesondere die unteren und mittleren Lohngruppen.

In Schleswig-Holstein sind rund 30.000 Arbeitnehmer*innen und 43.000 Beamte*innen von den Verhandlungen betroffen. In Mecklenburg-Vorpommern rund 29.000 Arbeitnehmer*innen und 15.000 Beamte*innen.

V.i.S.d.P.: Frank Schischefsky, Pressesprecher, ver.di Landesbezirk Nord
Landesbüro Schleswig-Holstein. Dänische Straße 3-9, 24103 Kiel
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