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ver.di Nord befürchtet Kahlschlag von KARSTADT in Schleswig-Holstein - Managementfehler vernichten Hunderte von Arbeitsplätzen im Land

21.06.2020

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) zeigt sich entsetzt über einen geplanten Kahlschlag des Galeria Karstadt Kaufhof Konzerns (GKK) in Schleswig-Holstein.

Mit Ausnahme des Standorts Kiel hat der Konzern entschieden, vermutlich alle Standorte im Land zu schließen. Betroffen wären dann die Standorte Lübeck, Neumünster, Norderstedt und Flensburg mit ca. 280 Beschäftigten.

„Das ist eine ganz bittere Botschaft für die Beschäftigten im Karstadt-Traditionsland Schleswig-Holstein. Wenn die Informationen stimmen, zahlen wieder mal die Beschäftigten der betroffenen Filialen die Zeche für die Fehler des obersten Managements und die Ignoranz der Unternehmensführung, was Vorschläge von Betriebsräten und Beschäftigten angeht“, so Matthias Baumgart, Landesfachbereichsleiter Handel, von ver.di Nord.

Kein Unternehmen hat die Innenstädte im Land so mitgeprägt wie KARSTADT. Es hätte massive Auswirkungen auf die Innenstädte, wenn dieser Anker verschwinden würde. Wann Filialen in die Schließung gehen sollen ist noch nicht bekannt.

„Wir brauchen schnellstens einen Schulterschluss mit der Landespolitik und den Kommunen“, so Susanne Schöttke, Landesbezirksleiterin von ver.di Nord.

„Es kann nicht sein, dass die ehemaligen KARSTADT Häuser mit den Beschäftigten einfach von der Karte radiert werden. Ich fordere die Landesregierung auf, hier gegenzusteuern und unverzüglich die Kommunalpolitik, die Unternehmensvertreter und auch die Vermieter an den Tisch zu holen, um gemeinsam ein Konzept zu erarbeiten damit dieser Kahlschlag und ein weiteres Sterben der Innenstädte in Schleswig-Holstein verhindert werden kann“, so Schöttke weiter.

Es muss jetzt schnellstens gehandelt werden, denn bereits am 22.Juni soll die Gläubigerversammlung von GKK das Konzept beschließen.

V.i.S.d.P.:
Frank Schischefsky – Pressesprecher - ver.di Landesbezirk Nord
Kronshagener Weg 105, 24116 Kiel
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