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Skandal beim Postdienstleister PIN Mail

Skandal beim Postdienstleister PIN Mail

06.09.2007

Die PIN unterstellt einem Betriebsratsmitglied, sich in der Öffentlich-keit zu den skandalösen Arbeitsbedingungen geäußert zu haben und will ihn deshalb außerordentlich kündigen.
In der jüngeren Vergangenheit haben sich Mitarbeiter anonymisiert, z.B. in der ARD - Fernsehsendung „Plusminus“, über die skandalösen Arbeitsbedingungen bei der PIN geäußert. Angesichts des tatsächlichen Stundenverdienstes von 3,36 € in dem dargestellten Fall war dies auch mehr als berechtigt.
„Damit zeigt PIN einmal mehr ihr wahres Gesicht. Gegenüber der Öffentlichkeit wird stets die soziale Gesamtverantwortung propagiert, gegenüber den Beschäftigten jedoch eine unverantwortliche Lohndrückerei und Scheindemokratie praktiziert“, sagte der für den Postbereich im Norden zuständige ver.di–Landesfachbereichsleiter Wolfgang Abel.
In Schleswig-Holstein liegt das Bezahlungsniveau der PIN Mail 70 % unterhalb des Flächentarifvertrages und mehr als 80 % unterhalb der Haustarife bei der DPAG.
„Angesichts dieses Lohndrückerniveaus sollten die Verursacher dieser sozialen Apartheid und nicht die Beschäftigten, die sich dagegen zu Recht wehren, gefeuert werden“, betonte Abel weiter.
Dieser Vorgang zeigt, dass der am 04.09.2007 abgeschlossene Mindestlohntarifvertrag für die Postbranche mehr als berechtigt ist und nun schnellstmöglich umgesetzt werden muss.
ver.di ruft alle Institutionen, vor allem aber die Kunden der PIN auf, gegen diese Verhaltensweise zu protestieren. In der Postbranche ist nicht nur ein fairer Wettbewerb, sondern auch eine faire Behandlung aller Beschäftigten unverzichtbar.
Am morgigen Freitag, 07.09.2007, um 11.00 Uhr,
ist ein Hintergrundgespräch in Hamburg zu diesen Themen geplant, zu dem wir auch die Medienvertreter aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern einladen.
Der Sitzungsort:
Sitzungsraum Flottbek, Ebene 9,
Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg
Wolfgang Abel ist zu erreichen unter: 0171/22 04 600

Herausgeber:

Frank Schischefsky
Pressesprecher

ver.di Landesbezirk Nord
Büro Kiel
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