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Zum Antikriegstag 2019 (1. September)

Zum Antikriegstag 2019 (1. September)

28.08.2019

Vor 80 Jahren begann Deutschland den zweiten Weltkrieg, der maßloses Elend über die Menschheit gebracht hat. Die Geschichte hat gezeigt, wohin Nationalismus und Militarismus, Menschenfeindlichkeit und Rassismus führen können.

„Demokratie, Frieden und Freiheit sind auch heute keine Selbstverständlichkeiten,“ betont Conny Töpfer, stellvertretende Landesbezirksleiterin von ver.di Nord.

„Wir leben heute in einer Welt, in der unser gewerkschaftlicher Einsatz für eine starke Friedensbewegung und eine gute Völkerverständigung besonders stark gefordert ist. Die aktuelle Situation, ob in Syrien oder im Iran, erfüllt uns mit großer Sorge. Der atomaren Aufrüstung, die von der US-Regierung angestoßen wurde, muss von hier aus entschieden entgegengetreten werden. Die atomare Aufrüstung ist ein Spiel mit dem Feuer“, so Töpfer weiter.

ver.di setzt sich für eine friedliche Politik zwischen den Ländern ein, eine Politik des Ausgleichs der jeweiligen Interessen, eine Politik von Fairness und Gerechtigkeit.

Vor diesem Hintergrund lehnen wir auch die von der Bundesregierung angestrebte Erhöhung der Rüstungsausgaben auf 2% des Bruttoinlandproduktes ab. Zwei Prozent, das sind mindestens weitere 30 Milliarden Euro, die im zivilen Bereich, so u.a. bei Schulen und Kitas, Krankenhäusern, ÖPNV, kommunaler Infrastruktur, Digitalisierung und Klimaschutz, fehlen.

Statt mit Unsummen das Wettrüsten anzuheizen, fordern wir die Bundesregierung auf, die dafür vorgesehenen Mittel in ein sozial gerechtes Deutschland und ein Europa mit nachhaltigen Zukunftsperspektiven zu investieren.

Gerade vor dem Hintergrund unserer Geschichte und der aktuellen Entwicklungen ist es eminent wichtig, dass v.a. auch junge Menschen, Schülerinnen und Schüler, diese Entwicklungen einordnen können.

In Neumünster ist es gute Tradition, dass das dortige Friedensforum, dem auch ver.di angehört, Jahr für Jahr im Regionalen Bildungszentrum „Elly-Heuss-Knapp-Schule“ einen Projekttag zum Thema „Krieg & Frieden“ durchführt.

„Um die aktuelle Politik zu verstehen, müssen Jugendliche die Ursachen der aktuellen Auseinandersetzungen erkennen, um die möglichen Auswirkungen auf das Leben in der Welt zu verstehen und einordnen zu können. Dazu nutzen wir den Antikriegstag“, betont Christof Ostheimer, ver.di Bezirksvorsitzender aus Neumünster.

Am Antikriegstag beteiligt sich ver.di an verschiedenen Veranstaltungen und ruft dazu u.a. in Schwerin ab 11:30 Uhr am Pfaffenteich auf.

ver.di engagiert sich in der bundesweiten Friedensinitiative „Abrüsten statt Aufrüsten“, die bisher schon mehr als 150 000 Menschen durch ihre Unterschrift unterstützen. Der Antikriegstag ist für die Gewerkschaften ein guter Anlass, diese Initiative mit noch größerer Kraft zu unterstützen.

V.i.S.d.P.:

Cornelia Töpfer
Stellv. Landesbezirksleiterin ver.di Nord
Hüxstr. 1, 23552 Lübeck
Tel.: 0451/8100-6, Fax: 0451/8100-777, Handy: 0171/3554 899
E-Mail: conny.toepfer(at)verdi.de