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ver.di Nord & NRW zur geplanten Fusion der Provinzial Rheinland …

ver.di Nord & NRW zur geplanten Fusion der Provinzial Rheinland & Nordwest

13.06.2018

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), die bislang konstruktiv zu einem Fusionsprozess der Provinzial Rheinland & Nordwest gestanden hat, verlässt diese Position und wendet sich gegen eine mögliche Fusion der Unternehmen.

Hintergrund für diesen Schritt sind die in den letzten Tagen veröffentlichten Informationen, dass die Seite der Anteilseigner offensichtlich Verhandlungen und Gespräche führt, die weder mit den Arbeitnehmervertretern noch mit der Gewerkschaft abgestimmt sind und auch so keine Zustimmung erfahren würden.

Dazu erklären Frank Fassin und Frank Schischefsky, beide jeweils ver.di Fachbereichsleiter für den Finanzdienstleistungsbereich in NRW und im Landesbezirk Nord:

„Wir sind sehr zornig und auch entsetzt, denn wir haben uns darauf verlassen, dass jeder Schritt in diesem Verfahren offen, transparent und abgestimmt mit der Arbeitnehmerseite erfolgt. Nun erfahren wir aus den Medien, dass es weitgehende Verabredungen, die den Sitz des Unternehmens, die Rechtsform und andere Dinge betreffen, geben soll, ohne uns zu beteiligen; das erinnert sehr an die Vorgänge 2012 - und dieser Weg ist mit uns nicht zu machen.“

„Wir werden unseren Kurs jetzt neu bestimmen, und wenn Frau Prof. Buchholz als Aufsichtsratsvorsitzende und Vertreterin der Sparkassen meint, Verabredungen, die mit uns geschlossen wurden, nicht einzuhalten, werden wir Antworten darauf finden. Es ist zu befürchten, dass hier hinter dem Rücken und zu Lasten der Beschäftigten ein Deal gemacht werden soll. Das werden wir zu verhindern wissen“, so die Gewerkschafter heute.

ver.di und die betrieblichen Arbeitnehmervertreter fordern als Voraussetzung zu einer Fusion, dass die Rechtsform und der öffentliche Auftrag einer neuen Gesellschaft in geeigneter Form abgesichert wird und eine Fusion nicht als Rationalisierungsinstrument genutzt wird. Die heutigen Standorte müssen qualitativ wie auch quantitativ erhalten bleiben und ein Kündigungsschutz vereinbart werden. Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen sollen vollumfänglich weiter gelten.

V.i.S.d.P.:
Frank Schischefsky – Pressesprecher - ver.di Landesbezirk Nord
Dänische Str. 3-9 - 24103 Kiel
Tel.: 0431/66 08-01 / -102, Fax: 0431/66 08-110, Handy: 0170-5613 404
E-Mail: frank.schischefsky@verdi.de