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Gute Arbeit und gute Bezahlung liegt in der Verantwortung des …

Gute Arbeit und gute Bezahlung liegt in der Verantwortung des OVN

17.11.2021

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) reagiert positiv auf eine Veröffentlichung des Omnibusverbands Nord (OVN) vom 16.11.21, in der die Arbeitssituation der Busfahrer*innen zutreffend beschrieben werden.

Der qualitative und quantitative Personalmangel zeichnet sich allerdings seit Jahren ab.

Mit „Ein Land - ein Lohn“ hat ver.di Nord schon seit 10 Jahren eine strategische Ausrichtung und das Thema damit auf der Verhandlungsagenda.

Diese Strategie, die zu einer Angleichung der Arbeits- und Entgeltbedingungen im ÖPNV in Schleswig-Holstein führen soll, ist bisher einzig am Widerstand des OVN gescheitert.

ver.di Nord bietet dem OVN an, das hausgemachte Problem der Abwanderung von Fahrer*innen in andere Berufe anzugehen. Unser Angebot, gemeinsam auf die Politik zuzugehen und eine Lösung wie in anderen Bundesländen (etwa Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg oder Hessen) zu finden, wurde bisher vom OVN abgelehnt. Wir stehen dazu nach wie vor bereit.

„Wir fragen uns, was da gerade passiert, denn die Probleme, die der OVN anspricht, sind nicht neu und werden von uns seit Jahren thematisiert. Sie sind seit Jahren Gegenstand unserer Forderungen in Tarifverhandlungen gewesen. Einzig die harte Haltung der Arbeitgeberseite hat verhindert, dass bessere Arbeitszeiten, höhere Entgelte, Wertschätzung und vieles mehr, erreicht werden konnten.

Wir müssen nahezu bei jeder Tarifrunde über harte Arbeitskämpfe gegen den Widerstand eben jener Arbeitgeber, die sich nun beklagen, kämpfen,“ so Karl-Heinz Pliete, langjähriger Verhandlungsführer im Verkehrsbereich von ver.di Nord.

Die Gewerkschaft lädt die Arbeitgeber herzlich ein, in der bevorstehenden Tarifrunde im nächsten Jahr, ein gutes Paket für die Fahrer*innen zu schnüren. Insbesondere die Frage der Vermeidung überlanger Anwesenheitszeiten von bis zu 14 Stunden bei einer bezahlten Arbeitszeit von 6- 8 Stunden ist auch aus Sicht der Beschäftigten ein Punkt, der dringend abgeschafft werden sollte.

„Es sollte möglich sein, diesen anstrengenden Job attraktiver zu machen und damit Busfahrer*innen zu gewinnen und zu halten. Wir sind dazu bereit. Wir sind immer bereit, über Verbesserungen der Arbeitsbedingungen zu verhandeln, wenn von Seiten des OVN daran ernsthaftes Interesse besteht,“ so Pliete weiter.

Der Tarifertrag für die Beschäftigten im Tarifbereich des OVN ist zum 30. Juni 2022 kündbar.

Ansprechpartner für die Redaktionen:
Karl-Heinz Pliete:
0151-46749120

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Frank Schischefsky – Pressesprecher - ver.di Landesbezirk Nord
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