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Verbesserungen für die Beschäftigten im Öffentlichen Personennahverkehr …

Verbesserungen für die Beschäftigten im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gefordert

10.07.2020

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) fordert den Kommunalen Arbeitgeberverband Mecklenburg-Vorpommern (KAV) zur Aufnahme von Tarifverhandlungen für die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) auf. Betroffen sind rund 2.000 Beschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern.

ver.di Nord fordert eine Wertschätzung und Entlastung der Beschäftigten, damit dieser systemrelevante Bereich der Daseinsvorsorge auch in Zukunft funktionieren kann und attraktive Arbeitsplätze sowohl für Berufseinsteiger*innen als auch für ältere Kolleg*innen bietet.

„Wir erleben seit Jahren einen stetig anwachsenden Fachkräftemangel im Bereich des ÖPNV. Es ist allerhöchste Zeit, da nun gegenzusteuern“, so Karl-Heinz Pliete, Verhandlungsführer von ver.di Nord.

Die Beschäftigten, gerade in dieser Branche, stehen massiv unter Druck. Eine immer weiter ansteigende hohe Konzentrationsdichte im Verkehr, größtmögliche Sicherheit in den Verkehrsmitteln und an den Haltestellen und nicht zuletzt die Kundenfreundlichkeit werden zunehmend zu einer massiven Belastung. Auch und gerade in schwierigen Zeiten stellen die Beschäftigten in den Verkehrsbetrieben die Mobilität in der Stadt und auf dem Land sicher – noch einmal verschärft unter Pandemie-Bedingungen.

„Alleine mit dem Wissen, dass bis 2030 bundesweit ca. 100.000 neue Beschäftigte benötigt werden, sind alle Beteiligten aufgefordert, einen Manteltarifvertrag zu entwickeln, der Arbeitsbedingungen wie Schichtdienst, geteilte Dienste, Dienste rund um die Uhr, die belastend für die Gesundheit und nicht familienfreundlich sind, gut zu regeln. Das ist hervorragend für die Mobilität der Bevölkerung und perspektivisch für den Klimaschutz – aber die Beschäftigten im ÖPNV arbeiten dafür bis an die Belastungsgrenze, oft darüber hinaus“, so Pliete weiter.

ver.di Nord fordert eine Neugestaltung des Manteltarifvertrags, damit unter anderem monetäre Ausgleiche über eine Erhöhung der Zulagen für belastende Dienste und Schichten. Ein weiterer Bestandteil soll zukünftig ein 13. Monatsgehalt sein. Die Anzahl der Urlaubstage soll auf 30 Arbeitstage erhöht werden.

Zeitgleich mit der Tarifauseinandersetzung in Schleswig-Holstein verhandelt ver.di bundesweit für mehr als 87.000 Beschäftigte in kommunalen ÖPNV-Unternehmen über Entlastungen und Verbesserungen der Arbeitsbedingungen.

Hinweis für die Redaktionen:

Für Rückfragen steht Ihnen Karl-Heinz Pliete, Fachbereichsleiter Verkehr bei ver.di Nord, unter der Rufnummer 0151-4674 9120 gerne zur Verfügung.

V.i.S.d.P.:

Frank Schischefsky – Pressesprecher - ver.di Landesbezirk Nord
Kronshagener Weg 105, 24116 Kiel
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