Pressemitteilungen

Warnstreiks in den Helios-Kliniken in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern …

Warnstreiks in den Helios-Kliniken in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg

28.05.2018

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) ruft die rund 2.500 Beschäftigten der Helios, der Helios Ostseeklinik Damp, der Helios Klinik Kiel, des Helios Hanseklinikum Stralsund, der Helios Reha-Klinik Damp, der Helios-Reha-Klinik Schönhagen, der Helios Reha-Klinik Ahrenshoop und der ENDO-Klinik Hamburg am morgigen Dienstag, den 29.05.2018, zu einem eintägigen Warnstreik auf. Der Warnstreik beginnt in allen Häusern mit der individuellen Frühschicht und endet mit der Spätschicht.

In den aktuellen Tarifverhandlungen mit Helios Nord fordert ver.di Nord eine Erhöhung der Entgelte um sieben Prozent, eine einheitliche Entgelttabelle für die Reha- und Akutkliniken, die Ost-West-Angleichung der wöchentlichen Arbeitszeit und einen Metropolenzuschlag für die Beschäftigten in Hamburg.

„Wir sind seit vielen Monaten in Verhandlungen und Gesprächen und treten dabei auf der Stelle. Helios hat bislang weder für die Reha-Kliniken noch für die Akut-Kliniken ernsthafte Angebote vorgelegt. Die Beschäftigten machen jeden Tag einen äußerst verantwortungsvollen und kräftezehrenden Job in den Kliniken und wollen wertgeschätzt werden. Ein Konzern, der zweistellige Renditen erwirtschaftet, darf dies nicht auf Kosten der Beschäftigten machen, diesen Eindruck erweckt Helios derzeit. Unsere Geduld ist am Ende und wir brauchen jetzt Druck auf dem Kessel, um bei den Verhandlungen voran zu kommen“, so Steffen Kühhirt, ver.di Nord Verhandlungsführer.

ver.di fordert sieben Prozent mehr Lohn vor dem Hintergrund einer sehr hohen Produktivität, sehr guter wirtschaftlicher Situation der Kliniken und zweistelliger Renditeerwartungen. Die Personalaufwandsquote liegt bei den Helios-Kliniken durchschnittlich 10 Prozent unter der vergleichsweisen Quote von Kliniken anderer Anbieter oder der öffentlichen Hand. Das hat eine extreme Arbeitsverdichtung und eine sehr hohe Produktivitätsrate zur Folge – alles zu Lasten der Beschäftigten.

„Vor diesem Hintergrund müssten die Vergütungen bei Helios zehn Prozent und mehr über dem durchschnittlichen Tarifniveau liegen. Unsere Forderung nach sieben Prozent ist also mehr als angemessen“, so Kühhirt weiter.

Helios lehnt eine Ost-West-Angleichung der wöchentlichen Arbeitszeit ab. In Helios-Kliniken Mecklenburg-Vorpommerns arbeiten die Beschäftigten noch immer 40 Stunden wöchentlich und damit länger als die Kolleginnen und Kollegen in den Kliniken der alten Bundesländer (38,5 Stunden). 27 Jahre nach der deutschen Einheit ist Helios immer noch nicht bereit, bei der Arbeitszeit für Gleichheit zu sorgen. Das ist aus Sicht der Gewerkschaft skandalös und zeigt, dass der Konzern zur Übernahme auch von gesellschaftlicher Verantwortung nicht bereit ist.

Helios wurde mehrfach aufgefordert, Notdienstvereinbarungen mit ver.di Nord abzuschließen. Dies ist bis zum heutigen Tag nicht geschehen, deshalb wird es zu erheblichen Einschränkungen kommen. Wer festgelegte Termine hat, ist gut beraten, sich mit der behandelnden Einheit in Verbindung zu setzen.

Hinweis für die Redaktionen:
Die Ansprechpartner vor Ort sind am Streiktag wie folgt zu erreichen:
Damp, Carina Schulz – 0151-1046 1795
Kiel, Catrin Przewosny – 0160-9096 2868
Stralsund, Johhanes Brückner – 0151-1428 4129
Ahrenshoop, Dörte Kutzner – 0175-2226 386
Hamburg, Michael Stock – 0170-4017 675

V.i.S.d.P.:
Frank Schischefsky – Pressesprecher - ver.di Landesbezirk Nord
Dänische Str. 3-9 - 24103 Kiel
Tel.: 0431/66 08-01 / -102, Fax: 0431/66 08-110, Handy: 0170-5613 404
E-Mail: frank.schischefsky@verdi.de