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ver.di Nord kritisiert Einstellung der Corona-Tests für Mitarbeitende in Kitas in Schleswig-Holstein

30.03.2021

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) reagiert mit scharfer Kritik an den Planungen, ab der nächsten Woche die bisherige Praxis für Corona-Tests in Kitas und Schulen im Land zu verändern.

Bislang konnten sich Mitarbeitende in Kitas über niedergelassene Ärzte, Apotheker und Testzentren, bis zu 2 x wöchentlich auf eine Corona-Infektion testen lassen.

Nach einem Rundbrief an die Bürgermeister*innen des Landes durch den Städteverband, soll dieses Verfahren nun abgelöst werden, indem auf eigene Schnelltest sowie die Teilnahme an den üblichen Tests in den Testzentren gesetzt werden.

„Das ist für die Berufsgruppe, die an der vordersten Gefährdungslinie steht, ein Schlag ins Gesicht und führt die Bemühungen, die Pandemie in den Kitas des Landes schnell und erfolgreich zu erkennen und einzudämmen, in die Anfangszeit der Krise zurück“, so Conny Töpfer, stellvertretende Landesleiterin von ver.di Nord.

Zeitgleich, stellt auch die Apothekerkammer in einem Rundschreiben an die Mitglieder fest, dass es ab dem 02.04.2021 keine Tests mehr in Kitas und Schulen geben kann.

„Es ist wirklich ein unfassbarer Vorgang, wenn jetzt die Corona-Tests in die eigenen Hände und die eigene Organisation von Kitamitarbeiter*innen und Lehrer*innen gelegt wird. Gerade die Kolleginnen und Kollegen, die sich jederzeit um die Kinder gekümmert und den Betrieb aufrecht erhalten haben, werden nun benachteiligt. Um sich und andere nun zu schützen, müssen die Tests auf wesentlich fehleranfällige Selbsttest bzw. einmal in der Woche mit Anstellen beim Bürgertest in der Freizeit geregelt werden, das ist unverständlich und falsch“, so Töpfer weiter.

ver.di Nord fordert die Landesregierung auf, hier einzuschreiten und für Menschen ,die in vorderster Linie mit vielen unkontrollierbaren Kontakten arbeiten, die Tests weiterhin in hoher Qualität zur Verfügung zu stellen.

V.i.S.d.P.: Frank Schischefsky, Pressesprecher, ver.di Landesbezirk Nord
Landesbüro Schleswig-Holstein. Kronshagener Weg 105 24116 KielKiel
Tel.:0431-66 08-103 fax:-110 Mobil: 0170-5613404
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