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Ameos-Sana-Kliniken Ostholstein - Öffentliche Hand muss endlich …

Ameos-Sana-Kliniken Ostholstein - Öffentliche Hand muss endlich Verantwortung übernehmen!

20.03.2019

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di reagiert auf die vorerst gescheiterte Ameos-Übernahme der Sana-Kliniken in Ostholstein. Wie gestern bekannt wurde, erklärte Ameos gestern die Rücknahme der Fusionspläne zum jetzigen Zeitpunkt. Zu den Hintergründen der Entscheidung liegen derzeit keine Informationen vor.

„Es ist in keiner Weise hinnehmbar, dass dieses Tauziehen der beiden Klinikkonzerne auf dem Rücken der Beschäftigten in den Kliniken sowie der Menschen im Landkreis ausgetragen wird. Es entsteht der Eindruck, die Wirtschaftlichkeit und die Rendite seien wichtiger als die medizinische Versorgung der Menschen im Landkreis. Offenbar sind die privaten Betreiber nicht in der Lage, für eine gute Perspektive zu sorgen“, sagte Steffen Kühhirt, verantwortlich für Gesundheitspolitik bei ver.di- Nord.

Nach den Informationen von ver.di hatten beide Konzerne entgegen allen öffentlichen Beteuerungen bereits strukturelle Maßnahmen vorgenommen – beispielsweise die Verlagerung medizinischer Bereiche von Eutin nach Middelsburg.

„Medizinische Versorgung muss Vertrauen schaffen. Wir erwarten jetzt vom Land und vom Landkreis, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und hier entschieden zu handeln. Wenn die beiden Konzerne es offenbar nicht schaffen, die medizinische Versorgung in guter Weise zu sichern, dann muss die öffentliche Hand zwingend übernehmen. Es darf nicht der Eindruck entstehen, die politischen Akteure überlassen Beschäftigte und Menschen im Landkreis Ostholstein als Spielball im Kampf um die Rendite. Der Landkreis hat die Verantwortung für die Versorgung der Menschen. Wir erwarten jetzt „klare Kante“ vom Landkreis“, fordert Kühhirt weiter.