• Projektgruppe Gesundheitsförderung

    Betrieblicher Arbeits- und Gesundheitsschutz

    E. Rasmussen
    © E. Rasmussen

Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Post-Corona-Epoche

Die Arbeit aus dem Homeoffice hat in den letzten zwei Krisenjahren überraschend gut funktioniert, das zeigen zumindest zahlreiche Befragungen, die in dieser Zeit durchgeführt wurden. Die Arbeitsschutzexperten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gehen davon aus, dass die Nutzung von Homeoffice dauerhaft und deutlich ansteigen wird. Aus Sicht der Experten ergibt das Arbeiten im Büro in Zukunft nur noch dann Sinn, wenn sich der Weg dorthin lohnt. Vieles funktioniert auch von zu Hause aus überraschend gut. Bereits vor der Corona-Pandemie wurden die Möglichkeiten der neuen Kommunikationstechnologie im zunehmenden Maß von Beschäftigten genutzt, um ihre Arbeit unabhängig von einem festen Arbeitsort zu verrichten. Mit zunehmend Verlauf der Corona-Pandemie hat das Arbeiten im „Homeoffice“ weiteren starken Zulauf erfahren. Heute arbeitet die Mehrheit der angestellten Beschäftigten mehr oder weniger regelmäßig von zuhause.

Es gibt bis heute jedoch keine verbindlichen Regel im Arbeitschutz, welche die Bedingungen im Homeoffice definieren und damit ein sicheres, gesundes und konfliktarmes Arbeiten sicherstellen. Es bleibt den Betrieben und Beschäftigten weiterhin selbst überlassen, eigene „Standards“ zu setzen und diese im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung abzusichern. Damit droht ein Wildwuchs an mobiler Arbeit, der zu Lasten der Interessen der Beschäftigten, ihrer Arbeitssicherheit und ihrer Gesundheit gehen wird. Dies kann gesundheitlich, wie arbeitsmarktpolitisch fatale Folgen haben. ver.di fordert daher, dass klare Regeln für das Arbeiten im mobilen und häuslichen Bereich und verbindliche Festlegung zu den verschiedenen Aspekten vereinbart werden. Mehr hierzu im ver.di-Handbuch Homeoffice.

Zum Betrieblichen Arbeits-und Gesundheitsschutz werden in Zusammenarbeit mit dem ver.di-Forum Nord e.V.  von ver.di-Nord jährlich die folgende Fachtagung angeboten:

18. Fachtagung Arbeits- und Gesundheitsschutz
20.06. - 22.06.2023   Lübeck

Programm

  • Dienstag, 20.06.2023

    bis 09:30 Uhr Anreise
     
    10:00 Uhr Eröffnung und Begrüßung
    Kai Schumacher, Frank Nöthling, ver.di-Forum Nord
    Moderation: Peter Junk, ver.di-Nord
     
    10:15 Uhr Krankheit durch Belastung
    Alexander Jedmowski, Facharzt für Arbeitsmedizin
     
    10:45 Uhr Kaffeepause/Networking
     
    11:00 Uhr Arbeitszeit und kein Ende
    Dr. Ernesto Klengel, Referat Arbeitsrecht, Hugo Sinsheimer Institut
     
    11:45 Uhr Pause
     
    12:00 Uhr Arbeit=Stress?
    Prof. Tim Hagemann, Arbeits-, Organisations- und Gesundheitspsychologe
     
    12:45 Uhr Mittagspause
     
    14:00 Uhr Fachdiskussion: Was tun gegen Belastung?
    Dr. Ernesto Klengel, Prof. Tim Hagemann
    Alexander Jedmowski, Facharzt für Arbeitsmedizin
     
    15:30 Uhr Kaffeepause und Networking
     
    16:00 Uhr Fachforen

    1. Mitbestimmung bei Bereitschaftsarbeit
    Norbert Diercks, Fachanwalt für Arbeitsrecht

    2. Mitbestimmung bei Überstunden und Mehrarbeit
    Sonja Hiegemann, Anwältin für Arbeitsrecht
    3. Arbeitszeiterfassung
    Olaf Möllenkamp, Richter am Arbeitsgericht Lübeck

    4. Pausenregelung
    Eva Büchele, Fachanwältin für Arbeitsrecht

    5. Urlaubsrecht
    Astrid Küther, Richterin am Arbeitsgericht Lübeck

    6. Mobiles Arbeiten
    Jana Wömpner, DGB Bundesvorstand Referatsleiterin Individualarbeitsrecht statt Abteilung Recht

    18:00 Uhr Abendessen (für die Teilnehmenden, die mit Übernachtung gebucht haben)
     
    19:30 Uhr Abendprogramm

  • Dienstag, 21.06.2023

    09:00 Uhr Eröffnung 2. Tag/Organisatorisches
     
    09:15 Uhr Aktuelle Rechtsprechung Arbeitszeit
    Wilhelm Mestwerdt, Präsident LAG Niedersachsen
     
    11:00 Uhr Fachforen
    alle Teilnehmenden haben die Möglichkeit an 2 Fachforen teilzunehmen.

    11:00 – 12:30 Uhr 1. Durchgang

    12:30 – 14:00 Uhr Mittagspause

    14:00 – 15:30 Uhr 2. Durchgang1. BEM – Betriebliches Eingliederungsmanagement Babette Tondorf, Fachanwältin für Arbeitsrecht
     
    2. Gefährdungsbeurteilung
    Gabor Hill, Fachkraft für Arbeitssicherheit
     
    3. BGM – Betriebliches Gesundheitsmanagement
    Matthias Gillmann, Fachkraft für Arbeitssicherheit
     
    4. Flexible Altersübergänge
    Petra Demuth, Master of Pension Management, u.di e.V.
     
    5. Die Fachkraft für Arbeitssicherheit
    Gunnar Appelt, Fachreferent für Arbeits- und Gesundheitsschutz
     
    6. Rechtmäßiges Verhalten bei Krankheit und Arbeitsunfähigkeit
    Dr. Ulrich Jancke, Direktor des Arbeitsgerichts a.D.
     
    7. Entlastungstarifvertrag UKSH
    Magda Tattermusch, Gewerkschaftssekretärin ver.di
     
    15:30 Uhr Kaffeepause/Networking
     
    16:00 Uhr Aktuelle Rechtsprechung Corona und Long Covid
    Christine Osterland, Richterin am Sozialgericht Hamburg
     
    18:00 Uhr Abendessen (für die Teilnehmenden, die mit Übernachtung gebucht haben)
     

  • Donnerstag, 22.06.2023

    09:00 Uhr Neue Arbeitsschutzregeln mit Relevanz für gute Arbeit
    Tatjana Fuchs, Gesellschaft für gute Arbeit, Grassau/Chiemsee
     
    10:30 Uhr Kaffeepause/Networking
     
    11:00 Uhr Schnittstelle zwischen Arbeits- und Sozialrecht
    Prof. Dr. Olaf Deinert, Universität Göttingen
     
    12:30 Uhr Auswertung und Zusammenfassung
     
    13:00 Uhr Ende der Veranstaltung und abschließendes Mittagessen
       
    Nord 904/23
    20.06.2023 - 22.06.2023
     Veranstalter: ver.di-Forum Nord

     
    Anmeldung auf der Internet-Seite des Veranstalters
    Kosten: 790,00 € Seminargebühr zzgl. 524,00 € (Kosten für Unterkunft und Verpflegung) oder
    zzgl. 195,00 € (Tagungspauschale)

    Teilnahmebeschränkung:
    Nur Bundesländer: Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein

Weitere Seminare von uns zum Betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz in 2023.

Interessierte Kolleginnen und Kollegen, die mehr Informationen zur Arbeit der Projektgruppe Betrieblicher Arbeits- und Gesundheitsschutz erfahren möchten, wenden sich bitte an den ver.di-Sekretär Peter Junk, Tel: 0451/ 8100-811, email: peter.junk@verdi.de.

 

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